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FSME-Impfung wie oft: Schema & Auffrischung erklärt

Marvin Simon Wagner Bauer • 2026-04-17 • Gepruft von Elias Hoffmann

Wer sich gegen FSME impfen lässt, trifft eine Entscheidung, die jahrelang trägt – doch nur, wenn das Impfschema stimmt. Viele Patienten wissen nicht genau, wann die nächste Auffrischung fällig ist, und verpassen dadurch den optimalen Schutzschild. Laut STIKO empfiehlt sich die erste Auffrischung drei Jahre nach der Grundimmunisierung, danach alle fünf Jahre – wobei das Intervall ab dem 60. Lebensjahr auf drei Jahre sinkt.

Grundimmunisierung: 3 Dosen · Erste Auffrischung: nach 3 Jahren · Weitere Auffrischungen: alle 5 Jahre · Schutz bei Erwachsenen: bis zu 10 Jahre · Empfohlener Impfstoffe: FSME-IMMUN, Encepur

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Exakte Schutzdauer bei unregelmäßigen Impfungen über Jahrzehnte
  • Vergleichsstudien FSME-IMMUN vs. Encepur bei Langzeitschutz
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Zeitintervalle für das FSME-Impfschema zusammen.

Parameter Wert
Grundimmunisierungen 3
Intervall 1-2 Dosis 1-3 Monate
Intervall 2-3 Dosis 5-12 Monate
Erste Auffrischung 3 Jahre
Langfristige Intervalle 5 Jahre
Ab 60 Jahren 3 Jahre

Wie oft sollte man eine FSME-Impfung auffrischen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) legt fest, dass für einen vollständigen FSME-Impfschutz drei Impfungen notwendig sind. Die erste Auffrischung erfolgt drei Jahre nach der dritten Dosis der Grundimmunisierung. Bei Jugendlichen und Erwachsenen bis zum 50. bis 60. Lebensjahr empfiehlt sich danach ein Intervall von fünf Jahren. Ab dem 60. Lebensjahr verkürzt sich dieses Intervall auf drei Jahre, da die Immunantwort mit zunehmendem Alter nachlässt.

Grundimmunisierungsschema

  • Dosis 1: Tag 0 – zeit möglich
  • Dosis 2: 1 bis 3 Monate nach der ersten Dosis
  • Dosis 3: 5 bis 12 Monate nach der zweiten Dosis

Alternativ existiert ein schnelles Impfschema, bei dem die zweite Dosis bereits 14 Tage nach der ersten verabreicht werden kann. Dieses rasche Schema eignet sich für Personen, die kurzfristig in Risikogebiete reisen müssen.

Was das bedeutet

Die ersten beiden FSME-Impfungen erfolgen im Abstand von 1 bis 3 Monaten. Wer dieses Intervall einhält, baut innerhalb von sechs bis zwölf Monaten den vollen Basisschutz auf.

Auffrischungsintervalle

Für Erwachsene gilt: Die erste Auffrischung folgt drei Jahre nach Abschluss der Grundimmunisierung. Nachfolgende Auffrischungen erfolgen alle fünf Jahre bis zum 50. bis 60. Lebensjahr. Ab diesem Alter sinkt das Intervall auf drei Jahre, da Studien zeigen, dass die Antikörperpersistenz bei älteren Menschen schneller abnimmt.

In der Schweiz gelten abweichende Empfehlungen: Dort wird eine Auffrischung nur alle zehn Jahre empfohlen. Diese Abweichung erklärt sich durch unterschiedliche Bewertungen der verfügbaren Immunologiedaten durch die nationalen Gesundheitsbehörden.

Empfehlungen für Erwachsene

  • Grundimmunisierung mit drei Dosen abschließen
  • Erste Auffrischung drei Jahre nach der dritten Dosis planen
  • Regelmäßige Auffrischungen alle fünf Jahre bis zum 60. Lebensjahr
  • Ab 60 Jahren alle drei Jahre auffrischen lassen
Fazit: Erwachsene sollten die erste Auffrischung drei Jahre nach der Grundimmunisierung einplanen. Danach gilt: alle fünf Jahre bis zum 60. Lebensjahr, danach alle drei Jahre – dieses verkürzte Intervall reflektiert die nachlassende Immunantwort im Alter.

Wie lange hält eine FSME-Impfung bei Erwachsenen?

Nach abgeschlossener Grundimmunisierung und regelmäßigen Auffrischungen kann der FSME-Impfschutz bei Erwachsenen bis zu zehn Jahre anhalten. Die Seroprotektionsrate liegt nach der dritten Dosis bei 96,6 Prozent bei ein- bis zweijährigen Kindern, was auf eine robuste Immunantwort auch bei jüngeren Personen hindeutet.

Schutzdauer nach Grundimmunisierung

Die Schutzdauer nach der dritten Dosis beträgt mindestens drei Jahre. Bei regelmäßiger Auffrischung verlängert sich dieser Zeitraum. Wissenschaftliche Daten von Pfizer zeigen, dass die Antikörperkonzentrationen über Jahre hinweg aufrechterhalten bleiben, solange die empfohlenen Intervalle eingehalten werden.

Wirkung der Auffrischungen

Jede Auffrischungsimpfung boostet das Immungedächtnis und verlängert die Schutzdauer. Bei Erwachsenen unter 60 Jahren genügt eine Auffrischung alle fünf Jahre, um ausreichende Antikörperspiegel aufrechtzuerhalten. Ab dem 60. Lebensjahr verkürzt sich dieses Intervall auf drei Jahre.

Antikörperpersistenz

Die FSME-Impfung gehört zu den Totimpfstoffen auf Zellkulturen, was bedeutet, dass keine lebenden Erreger verabreicht werden. Die Antikörperpersistenz wurde in klinischen Studien über mehrere Jahre hinweg dokumentiert. Bei Jugendlichen wurde nachgewiesen, dass die erste Auffrischung drei Jahre nach der Grundimmunisierung erfolgt, danach betragen die Intervalle je nach Impfstoff fünf bis zehn Jahre.

Warum das relevant ist

Die Schutzwirkung hält bei regelmäßiger Auffrischung bis zu zehn Jahre an. Doch wer das Intervall versäumt, riskiert eine Lücke im Impfschutz – besonders gefährlich für Bewohner von Risikogebieten.

Wer sich auf die empfohlenen Intervalle verlässt, erhält den longestmöglichen Schutz ohne unnötige Lücken.

Wie oft FSME-Impfung bei Kindern?

Kinder ab dem ersten Lebensjahr können in FSME-Risikogebieten gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis geimpft werden. Das Impfschema für Kinder umfasst ebenfalls drei Dosen, wobei ein altersgerechter Impfstoff verwendet wird – beispielsweise FSME-IMMUN Junior mit reduzierter Dosierung für Kinder zwischen einem und 15 Jahren.

Schema für Kinder

  • Dosis 1: Ab dem ersten Geburtstag möglich
  • Dosis 2: 1 bis 3 Monate nach der ersten Dosis
  • Dosis 3: 5 bis 12 Monate nach der zweiten Dosis
  • Erste Auffrischung: 3 Jahre nach der dritten Dosis
  • Nachfolgende Auffrischungen: Alle 5 Jahre

Auch bei Kindern gilt: Wer zwei oder mehr Dosen der Grundimmunisierung erhalten hat, kann bei einer Unterbrechung mit einer einzelnen Nachholimpfung den Impfschutz wiederherstellen.

Unterschiede zu Erwachsenen

Das Grundimmunisierungsschema für Kinder zwischen einem und 15 Jahren ist identisch mit dem für Erwachsene. Der wesentliche Unterschied liegt in der verwendeten Dosis: Für Kinder bis 15 Jahre steht FSME-IMMUN Junior mit 0,25 ml pro Dosis zur Verfügung, während Erwachsene die volle Dosis von 0,5 ml erhalten.

Bei ein- bis zweijährigen Kindern können Fieberreaktionen auftreten, die bei älteren Kindern seltener vorkommen. Eltern sollten daher in den ersten Tagen nach der Impfung auf erhöhte Temperatur achten.

Ab wann impfen?

Die Impfempfehlung für Kinder beginnt ab dem ersten Lebensjahr – allerdings nur in ausgewiesenen FSME-Risikogebieten. Außerhalb dieser Gebiete ist die Impfung für Kinder unter 16 Jahren derzeit nicht standardmäßig empfohlen. Für Kinder unter einem Jahr liegen keine ausreichenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit vor.

Fazit: Das Kinder-Schema folgt demselben Muster wie bei Erwachsenen: drei Dosen im Abstand von 1-3 und 5-12 Monaten, erste Auffrischung nach drei Jahren, danach alle fünf Jahre. Der entscheidende Unterschied liegt in der niedrigeren Dosis für Kinder bis 15 Jahre.

Wann ist die beste Zeit für eine Zeckenimpfung?

Die optimale Zeit für den Start einer FSME-Grundimmunisierung sind die Wintermonate, idealerweise Januar oder Februar. Zu diesem Zeitpunkt ist die Zeckensaison noch nicht aktiv, sodass der Impfschutz rechtzeitig aufgebaut wird, bevor die Temperaturen steigen und die Zecken wieder aktiv werden.

Zeckensaison in Deutschland

Die Zeckensaison in Deutschland erstreckt sich von März bis Oktober, mit der höchsten Aktivität in den Monaten Mai und Juni. Wer im Winter mit der Impfserie beginnt, hat bis zum Frühsommer den vollen Impfschutz aufgebaut.

Optimale Startzeit

Wer im Januar oder Februar mit der ersten Dosis beginnt, kann die zweite Dosis im Frühjahr erhalten. Nach der dritten Dosis, die bis zu zwölf Monate nach der zweiten verabreicht werden kann, besteht dann vollständiger Schutz für die kommende Saison.

Falls eine Person kurzfristig in ein Risikogebiet reisen muss, besteht die Möglichkeit des schnellen Impfschemas: Die zweite Dosis wird bereits 14 Tage nach der ersten verabreicht. Bereits 14 Tage nach der zweiten Dosis besteht ein Basisschutz für die laufende Saison.

Regionale Risikogebiete

In Deutschland sind bestimmte Regionen als FSME-Risikogebiete ausgewiesen, vor allem in Baden-Württemberg, Bayern, Südhessen und Teilen von Thüringen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die FSME-Impfung allen Personen, die in diesen Gebieten wohnen oder sich dort länger aufhalten.

Die Empfehlung

Wer die Zeckenimpfung im Winter beginnt, sichert sich den vollen Impfschutz rechtzeitig vor der Zeckensaison. Das Winterschema bedeutet nicht, dass eine Impfung außerhalb dieser Zeit unmöglich ist – sie kann jederzeit gestartet werden, der Winterschutz bietet lediglich den strategischen Vorteil eines rechtzeitigen Schutzes.

Wer in einem Risikogebiet lebt, sollte den Winter als optimalen Startzeitpunkt nutzen, um lückenlos geschützt in die Zeckensaison zu gehen.

Was passiert, wenn das Impfschema nicht eingehalten wird?

Wer eine Auffrischungsimpfung versäumt, verliert nicht den gesamten Impfschutz. Die STIKO empfiehlt, dass auch eine verspätete Auffrischung je nach Lebensalter wieder drei bis fünf Jahre Schutz bietet. Bei Erwachsenen unter 60 Jahren bedeutet dies, dass selbst eine um Jahre verzögerte Auffrischung noch wirksam sein kann.

Verpasste Dosen

Wenn zwischen den einzelnen Dosen der Grundimmunisierung mehr Zeit vergeht als empfohlen, besteht dennoch Grundimmunisierungsschutz. Laut der Fachinformation von Pfizer reicht bei einer Unterbrechung eine einzelne Nachholimpfung aus, wenn bereits mehr als zwei Dosen verabreicht wurden.

Neustart des Schemas

In bestimmten Fällen kann ein kompletter Neustart der Grundimmunisierung erforderlich sein, etwa wenn zwischen der ersten und zweiten Dosis mehr als zwölf Monate vergangen sind. Ein solcher Neustart sollte individuell mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Auswirkungen auf Schutz

Nachholimpfungen sind jederzeit möglich. Wer das Intervall um einige Jahre überschritten hat, sollte sich zeitnah impfen lassen. Der Impfschutz wird durch die verspätete Auffrischung zwar wiederhergestellt, jedoch entsteht in der Zwischenzeit eine Schutzlücke.

Wichtig: Bei einem Zeckenstich während einer Unterbrechung des Impfschemas gibt es keine Evidenz für einen sofortigen Booster-Schutz. Die Impfung schützt nur vor zukünftigen Infektionen, nicht vor einer bereits stattfindenden Übertragung.

Auch wenn eine Auffrischimpfung erst Jahre nach dem empfohlenen Impfzeitpunkt verabreicht wird, bietet sie je nach Lebensalter wieder drei bis fünf Jahre Schutz. – STIKO-Empfehlung nach PfizerPro

Neun von zehn Geimpften verpassen ihre erste Booster-Impfung. – PfizerPro

Die meisten Geimpften verzögern ihre erste Auffrischung, was eine regelmäßige Erinnerung durch den Arzt umso wichtiger macht.

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Häufig gestellte Fragen

Wie oft ist eine FSME-Grundimmunisierung notwendig?

Die Grundimmunisierung besteht aus drei Dosen. Die erste Auffrischung erfolgt drei Jahre nach der dritten Dosis, danach alle fünf Jahre bis zum 60. Lebensjahr.

Gibt es Unterschiede zwischen FSME-IMMUN und Encepur?

Beide Impfstoffe sind zugelassene FSME-Impfstoffe mit ähnlicher Wirksamkeit. Die Grundimmunisierungsschemata sind vergleichbar, jedoch können die Intervalle je nach Herstellerangaben leicht variieren.

Welche Nebenwirkungen hat die FSME-Impfung?

Häufige Nebenwirkungen sind Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle sowie leichtes Fieber. Bei ein- bis zweijährigen Kindern können Fieberreaktionen häufiger auftreten.

Wie hoch sind die Kosten für FSME-Impfung?

Die Kosten variieren je nach Impfstoff und Arzt. In der Regel liegen sie zwischen 50 und 70 Euro pro Dosis. Gesetzlich Versicherte in Risikogebieten erhalten die Impfung häufig kostenlos von ihrer Krankenkasse.

Welche Strategie hilft, wenn das Impfschema unterbrochen wurde?

Wer die Grundimmunisierung begonnen, aber nicht abgeschlossen hat, kann nach ärztlicher Rücksprache mit einer einzelnen Dosis wieder einsteigen – vorausgesetzt, mindestens zwei vorherige Dosen wurden verabreicht. (Österreichisches Gesundheitsportal)

Wie wirkt sich Alter auf das Impfschema aus?

Ab dem 60. Lebensjahr verkürzt sich das Auffrischungsintervall von fünf auf drei Jahre, da die Immunantwort mit zunehmendem Alter nachlässt.

Braucht man FSME-Impfung in allen Regionen?

Die Impfempfehlung gilt insbesondere für Bewohner von FSME-Risikogebieten. Außerhalb dieser Gebiete ist die Impfung für die meisten Menschen nicht notwendig, kann aber auf Wunsch erfolgen.



Marvin Simon Wagner Bauer

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